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Muffendorf: Pflege des Bildstocks "Sieben Schmerzen Mariens"

04.08.2015

In der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg stellen wir eine große Anfrage zum Verbleib eines der sieben Bildstöcke des Kreuzwegs "7 Schmerzen Mariens" in Muffendorf, der sich seit über zwei Jahren nicht mehr an Ort und Stelle befindet, weil er teilweise sanierungsbedürftig war. Ich möchte wissen, wann die Anwohner damit rechnen können, dass dieses historische Kunstwerk wieder an seinen angestammten Platz kommt. Anwohner waren es auch gewesen, die eine Erneuerung des Bildstocks vor 30 Jahren initiiert und finanziert hatten.

Der Kreuzweg „7 Schmerzen Mariens“ wurde in seiner ursprünglichen Form im Jahr 1725 geschaffen und ist somit seit fast 300 Jahren Teil des Stadtbildes und der Identität Muffendorfs. Er trägt zum typischen Charakter dieses Ortsteils bei und gibt beispielsweise der traditionellen Fronleichnamsprozession ihren Rahmen. Auch bei anderen gesellschaftlichen und religiösen Anlässen hat der Kreuzweg im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle gespielt, beispielsweise beim Brauch der Sieben Fußfälle, der bis in die 1950er Jahre hinein bei Todesfällen im Dorf praktiziert wurde. Die Bildstöcke stehen in einem inneren Zusammenhang mit der Figurengruppe der Marienklage aus dem 16. Jahrhundert, die sich in der Muffendorfer Pfarrkirche St. Martin befindet. Alle sieben Bildstöcke sind – ebenso wie die Bildstöcke des Kreuzwegs in Lannesdorf – Teil der Denkmalliste der Stadt Bonn. Der Bildstocks Nr. II „Flucht nach Ägypten“ (Gringsstraße / Deutschherrenstraße) befand sich seit langer Zeit in einem sehr schlechten Zustand. Der Giebel war durch Frost und Regenwasser beschädigt. Der obere Teil des Bildstocks wurde im Jahr 2013, mutmaßlich im Zuge von Bauarbeiten an einem angrenzenden Grundstück, auf Veranlassung der Stadt entfernt. Die Überbleibsel des Bildstocks lagen in Form eines nur notdürftig zugedeckten „Trümmerhaufens“ zwei weitere Jahre an Ort und Stelle, bis dieser im Mai 2015 ebenfalls abgeholt wurde. Der oben beschriebene Umgang mit dem Bildstock scheint weder für ein Denkmal geboten zu sein, noch steht er im Einklang mit der jahrhundertelang würdevoll gepflegten christlichen Tradition des Kreuzwegs im Muffendorf. 

 

Von einer Großen Anfrage in der Bezirksvertretung Bad Godesberg erhoffe ich mir Aufklärung über Zustand und Verbleib des Bildstocks.

 

 

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